Zwergpinguine in der Kälte der Nacht

So wenig wir gestern gefahren sind, um so mehr sind wir heute gefahren. Von Blenheim über Christchurch nach Timaru (wo unser Motel sein sollte) nach Oamaru und wieder zurück nach Timaru - ca. 600 km.

In Christchurch machten wir Halt auf einen Kaffee, was wir wahrscheinlich nicht gemacht hätten, wenn wir gewußt hätten, dass dort heute die "Christmas Parade" stattfinden sollte. Was für ein Verkehrschaos, die Innenstadt war voll von Familien und alle saßen am Strassenrand wartend auf die Parade. Woher sie den Brauch haben eine Parade zu Weihnachten (jaja und das am 20. November) zu veranstalten, wissen wir leider nicht. Wie auch immer, der Kaffee war gut, aber wir waren froh, als wir den Stau in Christchurch verlassen konnten. Nachdem wir uns ein Motel in Timaru gesucht haben, sind wir nach Oamaru gefahren.

Vor ein paar Tagen berichtete ich bereits davon. Dort gibt es eine Kolonie mit Zwergpinguinen, die man abends nach Sonnenuntergang auf einer Tribüne von ihrem täglichen Meeresbesuch heimkommen sehen kann. Sehr touristisch alles, aber mit Garantie, dass man die Zwergpinguine auch sieht. Zwar waren wir vor ein paar Tagen schon hier, allerdings tagsüber, so dass wir das Spektakel nicht sehen konnten. Da dieser Urlaub aber eh unter dem Zeichen der Pinguine steht, wollten wir uns das nicht entgehen lassen.
Wir trafen also gegen 8.00 Uhr abends dort ein und nahmen auf der Tribüne unsere Plätze ein. Bereits eine halbe Stunde später konnte man schon die kleinen Köpfe der Pinguine ca. 500 Meter vom Strand im Meer sehen. Diese Pinguine gehen vor Sonnenaufgang ins Meer und bleiben dort den ganzen Tag, nach Sonnenuntergang treffen sie sich zu kleinen Gruppen im Wasser wieder um dann in Gruppen an Land zu gehen. Sie müssen schließlich ihre Jungen füttern, die schon ungeduldig in ihren Nestern warten - oder am Rand der Kolonie, denn sobald ein paar Pinguine dort eintreffen, kommt richtig Bewegung in die ganze Gemeinschaft. Ein lautes Knacken und Schreien soll die Eltern schnellstmöglichst zum richtigen Nest locken. Es ist schon ein sehr lustiges Erlebnis, wenn man mal das ganze touristische Drumherum wegläßt. Das ist aber wirklich der einzige Wermutstropfen, wir würden jedem eher die Tour bei den Gelbaugen-Pinguinen empfehlen. Photos darf man nämlich auch keine machen - gut ohne Blitz hätte es in der Dunkelheit eh wenig Sinn und die verstehen wirklich keinen Spaß dort, wenn man doch versucht eines zu machen.

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Entfernung:
Blenheim - Christchurch: 314 km