19.08.2002 Glasgow - Edinburgh

Ein ausgedehntes Frühstück und ein Lebensmitteleinkauf später, waren wir auf dem Weg nach Edinburgh auf der M8 (Autobahnen in Schottland - ähnlich wie bei uns: M=Motorway). An der Autobahnabfahrt A701 nach Roslin fuhren wir ab, da wir die Rosslyn Chapel besichtigen wollten. Eine sehr kleine reichverzierte Kapelle. Die Kirche wurde 1450 von William Sinclair (Graf von Orkney) als Kolliagatskirche von St. Matthew gegründet. Nicht nur schottische, sondern auch portugiesische und spanische Steinmetze haben daran mitgearbeitet und sind für die überladenen Verzierungen verantwortlich. Eine Legende um die Entstehung der "Prentice pillar", die Säule des Lehrlings, besagt, dass der Meister auf dieses Gesellenstücks seines Lehrlings derart eifersüchtig war, dass er ihn erschlagen haben soll. Wer genau hinschaut, entdeckt auch einen Engel der den Dudelsack bläst. Leider haben wir keine Bilder gemacht, innen war es nicht erlaubt und außen war die Kapelle gerade in ein Gerüst eingemummelt. Aber auf den Seiten der Rosslyn Chapel findet man jede Menge Bilder.
Spätestens nach der Verfilmung des Buches "Da Vinci Code" bzw. "Sakrileg" von Dan Brown ist diese kleine Kapelle wohl vielen ein Begriff. Wer auf den Spuren des Da Vinci Code wandeln will, ist sicherlich hier gut aufgehoben.

Anschließend fuhren wir nach Edinburgh weiter und gingen direkt die Royal Mile hinauf in Richtung Edinburgh Castle. Im August ist Festival-Zeit in der Stadt und die Anzahl der Menschen schwillt auf die doppelte Einwohnerzahl an. Neben dem berühmten Military Tattoo Festival (Tattoo = Zapfenstreich; die größte Militärparade der Welt vor den Kulissen des Castles) gibt es noch weitere Festivals: das Edinburgh International Festival (Klassische Musik, Oper etc.), das Edinburgh Fringe (ein Straßentheaterfestival mit vielen abendlichen Veranstalungen), ein Film Festival, ein Buch Festival, eines rund um Jazz und Blues und noch einige andere mehr. Es ist also mächtig was los in der Stadt. Das bekamen natürlich wir auch zu spüren und als wir uns endlich bis zur Burg oben durchgekämpft haben, hätten wir wahrscheinlich eine Ausstellung mit unseren Handzetteln machen können. Man kann eigentlich keinen Meter gehen, ohne dass man nicht einen Flyer in die Hand gedrückt bekommt, was ja grundsätzlich nicht schlecht ist, da man gerade für die sehr lohnenswerten Aufführungen im Rahmen des Fringe Festival Flyer bekommt, aber irgendwann ist es einfach zu viel. Am Edinburgh-CastleEdinburgh Castle haben wir uns dann gleich mal einen Explorer Pass von Historic Scotland gekauft. Damit kann man in alle angeschlossenen Baudenkmäler umsonst reingehen. Erfahrungsgemäß sollte man es aber vorher durchrechnen, ob es sich lohnt, da gerade sehr viele Schloßruinen keinen Eintritt kosten. Das Edinburgh Castle kostet jedoch 9.50 Pfund. Wieder auf dem Rückweg kehrten wir noch bei der Camera Obscura ein. Oben im Dach des Turmes befindet sich diese. Dort wird einem auch erklärt, was es damit auf sich hat und man kann in dieEdinburgh Straßen von Edinburgh schauen. Der Weg zum Turm hinauf ist ein Museum rund um die Holographie.
Geschafft von dem Tag sind wir in unser B&B eingekehrt und haben uns nur noch ein Pub gesucht, wo wir zum krönen Abschluß ein Guiness getrunken haben.

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Karte von Schottland