23.08.2002 Fordyce - Inverness

Das schöne an familiären Guest Houses oder auch Bed & Breakfast´s ist, dass man sich entweder sehr gut mit den Besitzern oder auch mit anderen Gästen unterhält. Dadurch erfährt man auch viele Insider-Tipps. Ganz zu schweigen vom sprachlichen Aspekt natürlich. So auch in diesem Haus, schade, dass wir nur eine Nacht dort verbrachten. Nichts desto trotz brachen wir gegen 10.00 Uhr auf, auch wenn das Wetter heute mehr als typisch schottisch war - Nieselregen. Aber was beschwer ich mich, schließlich fährt man nicht wegen dem Wetter nach Schottland. Wir wollten uns heute den kleinen Ort PennanPennan anschauen. Pennan besteht aus einer Reihe Häusern in einer Bucht, der Bus fährt einmal die Woche dorthin, es gibt genau ein Pub (welches aber wegen Renovierung geschlossen hatte, dort brannte es vor kurzem) und die einspurige kurvige Straße in den Ort ist schon ein Abenteuer wert. Der Ort wurde 1982 durch den Film "Local Hero" berühmt. Tja, und wenn das Pub aufgehabt hätte, dann hätte man dort den für mich weltbesten Hummercocktail essen können. Ein paar Steine am Strand später fuhren wieder gen Banff um unsere nächste Reservierung für die nächsten 2 Nächte in Inverness abzuholen.

In Banff war ein SkulpturengartenHolzskupltur ausgeschildert, den wir gleich mal besuchten. Man läuft durch das Grundstück eines Künstlers, der Holzskulpturen kreiert. Wers mag, der Eintritt ist aber frei, bei Gefallen freut sich der Künstler natürlich über eine kleine Spende. Was wäre Schottland ohne Destille? So besuchten wir also die 2te - Glen Grant. Diese gehört ebenfalls zur Gruppe der Chivas Regal Brothers (wie Strathisla). Diese Tour war geführt, ich könnte jetzt zwar sagen, dass sie nicht viel anders war, als die in Strathisla, damit mach ich mich aber bei Whiskykennern sehr unbeliebt. Interessant ist es alle mal.

Elgin Cathedral

Wir hatten noch sehr viel vor an diesem Tag und ich sah schon wieder total schwarz, dass wir es gar nicht schaffen. Nun denn, das nächste Ziel war Elgin mit seiner schönen Kathedrale. Die Laterne des Nordens, wie sie auch genannt wird, wurde mehrmals zerstört und wieder aufgebaut. Das letzte Mal 1711, da stürzte dann endgültig der Zentralturm ein.
Aufgrund des schlechten Wetters waren unsere Schuhe schnell durchnässt, da macht es dann auch nichts, dass der Rasen rund um das Duffus Castle 20 cm hoch war. Jetzt war es auch schon wurscht. Das Duffus Castle, ebenfalls eine Ruine, ist eine der ältesten Burgruinen Schottlands - aus dem 12. Jahrhundert um genau zu sein.

Das nächste Ziel sollte das berühmte Culloden Battlefield werden. Die Schlacht (1746) im Culloden Moor war wohl das größte Gemetzel zwischen den Engländern und den Schotten und zugleich die größte Niederlage der Highlander. Es war der letzte Versuch der Jakobiten, den Thron für die Stuarts zurückzuerobern. Natürlich kann man das Schlachtfeld mit seinen vielen Gedenksteinen der gefallenen Highlander besuchen, und auch im Visitor Centre wird dem Besucher die Geschichte nochmals näher gebracht, aber in Anbetracht unserer durchnässten Schuhe sparten wir uns diesen Schrecken für diesen Tag.

Wiedereinmal landeten wir erschöpft in unserer Unterkunft. Nach dem Trockenlegen unserer Schuhe und Socken und vor allem nach dem Erwärmen meiner Füße stiefelten wir in die Innenstadt von Inverness hinunter um uns was Feines zum Essen zu suchen. Merke: Pubs, die Mahlzeiten 2 für 1 anbieten, die man nicht empfohlen bekommen hat (wir erinnern uns an Glasgow) sollte man lieber meiden, dann doch lieber der altbekannte McDonalds. Ein kleiner Trost, auf dem Zimmer gibt es immer warmen Tee, denn jedes Guest House oder B&B, ja sogar die Hotelzimmer haben in Großbritannien einen Wasserkocher, nebst Tee und Kaffee für die Gäste bereit gestellt.

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Karte von Schottland