29.08.2002 Fort William - Oban

Über Fort William thront übrigends der höchste Berg Schottlands: Old Inverlochy Castleder Ben Nevis mit 1343 m. Leider war er genau wie gestern mit Wolken verhangen. Kurz nach unserem Frühstück buchten wir deswegen die nächste Nacht in Oban und machten uns dann auch auf den Weg. Es versprach wieder ein "schloßreicher" Tag zu werden. Gleich bei Fort William das erste: das Old Inverlochy Castle. Der Weg führte uns weiter durch Glencoe und das Rannoch Moor. Wieder eine geschichtsträchtige Gegend und wie immer leider keine sehr schöne. Die englische Regierung stellte den Clan-Chiefs ein Ultimatum, dass sie bis 31.12.1691 sich William III. unterwerfen zu hatten. MacIan, Führer der Macdonalds of Glencoe wartete bis zu letzt, schwur jedoch den Treueeid. Wegen schlechten Wetters kam er aber ein paar Tage zu spät. Das nahmen die Engländer als Vorwand um an dem Clan ein Exempel zu statuieren und ließ sie 2 Monate später alle umbringen. Das Schlimmste daran war allerdings, dass die Truppen erst 40 Tage Kost und Logies bei dem Clan genossen und am Abend vor dem Massaker noch ein feuchtfröhliches Gelage mit dem Clanoberhaupt verlebten. Nach dieser doch sehr traurigen Geschichte drückte die Landschaft wirklich arg aufs Gemüt. Mal abgesehen von dieser HistorieKilchurn Castle kann man dem Moor doch seine interessanten Seiten abgewinnen, auch für lange Wanderungen, allerdings bitte nur mit einem ortskundigen Führer, ist es geeignet.

Aber zurück zu den Ruinen. Das zweite war das Kilchurn Castle, bei dem wir eine märchenhafte Begegnung mit einem Schimmel hatten, nächster Halt war kein Castle, sondern eine Eisenhütte. Dunstaffnage CastleDas letzte Castle sollte das Dunstaffnage Castle sein. Eine weitere Ruine, gebaut auf einem Felsen.

Angekommen in Oban gingen wir abends noch in die Stadtmitte. Der Mensch braucht ja was zu essen. Oban ist der zentrale Ausflugshafen zu den Inneren Hebriden und auf dem Hügel über der Stadt steht McCaig´s Tower, das Wahrzeichen der Stadt. Nun es ist vielmehr ein Kolosseum, erbaut von einem Bankier, um die Arbeitslosen zu beschäftigen. Bevor er es fertigstellen konnte ist er jedoch gestorben und da der Bau sehr viel geld verschlag stellten seine Nachkommen ihn ein. So erstrahlt also jeden Abend ein halbes Kolosseum über der Stadt Oban.

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Karte von Schottland