18.08.2002 Glasgow

Unsere erste Nacht haben wir in unserem Guest House hier in Glasgow mehr oder weniger erfolgreich verbracht (das Bett ist schmal und hat eine wunderbare Kule in der Mitte). Jetzt kann der Urlaub losgehen. Nach einem guten Frühstück und einer netten Unterhaltung am Tisch mit zwei deutschen Urlaubern, die am Ende ihres Urlaubes sind starteten wir zu unserer Stadtbesichtigung.

Glasgow mag man, oder mag man nicht - so steht es in unserem Reiseführer und ich kann es nur bestätigen, zu welcher Fraktion ich mich jetzt zähle, möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten. Es war Sonntag und wir erwarteten uns eigentlich nicht viel, außerdem regente es. Nachdem man keinen Parkplatz sonntags vor der Kathedrale bekommt, beschlossen wir erstmal in die Innenstadt zu laufen und dort die Gallery of Modern Art (gleich ums Eck der Touristeninformation am Royal Exchange Square) aufzusuchen. Das Museum überrascht mich jedes Mal wieder, die Auswahl der Kunstwerke ist gut und diese selbst oft witzig und erlebbar. Besonderes Highlight war für mich natürlich ein Kunstwerk von Andy Goldsworthy. Ganz toll ist auch, dass bei den meisten Werken dabei steht, wieso und warum sie entstanden. Keine Überlegungen mehr wie, "was will uns der Künstler damit sagen?". Mir hat am Besten das Kunstwerk mit den Bergen aus Zeitung und den darin verschmolzenen Autos gefallen. Genau das Richtige für einen verregneten Sonntag. Anschließend nutzten wir den verkaufsoffenen Sonntag (wobei wir nicht wissen, ob hier nicht jeden Sonntag die Läden offen haben), bummelten, kauften ein und fröhnten unseren Kaffeegelüsten - auch hier hat Starbucks schon eröffnet und das nicht zu billig. Wir fanden allerdings nicht den Unterschied zwischen einem Cappuccino und einem Café Latte (außer dem Namen natürlich). Mittlerweile war es Nachmittag und wir starteten nochmal einen Versuch in RichtungGlasgow Cathedral Kathedrale, die aus mehreren Kirchen übereinander besteht. Zwar ist die Kirche eher klein, allerdings habe ich noch nie soviele Altäre innerhalb gesehen. An jeder Ecke ist eine Kapelle einem anderen Heiligen geweiht.

Am Abend sind wir nach einer kurzen Ruhepause in unserem Guest House wieder in die Stadtmitte zu einem Pub, wo man gut und billig essen konnte. Auf Empfehlung des Herrn des Hauses. Im Pub "The Counting House" am George Square gibt es das Essen nach dem Motto: Buy one get one free! Und das Essen war nicht schlecht. Getränke gingen natürlich extra. Und für die Leute, die damit noch nicht in Berührung gekommen sind, in den meisten Pubs gibt es nicht direkt eine Bedienung, man bestellt einfach das Gewünschte vorne am Tresen, die Getränke kann man gleich mitnehmen und das Essen wird einem gebracht.

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Karte von Schottland